enis-maslic-100-_t-1442997329859_v-16to7__retina-w855h425@2x

„Parkour ist ein Kampf gegen sich selbst“Ashigaru in der Hessenschau

Aktuell gibt es ein schönes Feature von uns in der Hessenschau. Enis Maslic wurde einen Tag lang begleitet, um von seinem Training und seinem Leben als Freerunner zu erzählen. Der komplette Artikel steht hier zur Verfügung: Zum Artikel Ihr findet nachfolgend erstmal das Video zum Beitrag: http://www.hr.gl-systemhaus.de/video/hs/2015_09/150915143112_freerunner.mp4 Wir bedanken uns...

Von der Kunst, sich zu bewegen.

Wieso dieser Artikel?

Hi, ich bin Danny. Als ich mit Parkour und Freerunning vor vielen Jahren – genau genommen 2006 – angefangen habe, war die Bewegungswelt da draussen riesig und ohne ein helfende Hand war es schwer, zu verstehen, wie viele Möglichkeiten vorhanden sind, um sein Training spannend zu gestalten. Man hatte natürlich die Basics vor Augen, die man auch heute immernoch diszipliniert wiederholt (zumindest sollte das jeder gewissenhaft tun), aber mit einiger Zeit an Training verändert sich der Blickwinkel natürlich und man sucht nach neuen Möglichkeiten.

Heute gibt es tausende Videos und tausende (angehende) Sportler da draussen. Es erhöht die Menge an Informationen, die man erhalten kann und die Menge an Trainingspartnern um ein Vielfaches als zu dem Zeitpunkt, wo ich angefangen habe. Aber: Ebenso ist die Chance, an unqualifiziertes Videomaterial zu gelangen oder an Trainingspartner mit einem gefährlichen und/oder falschen Trainingsstil zu geraten, damit stark angewachsen. Dieser Artikel soll relativ kurz und überschaubar eine Übersicht bieten aus meinen 8 Jahren Parkour- und Freerunning Erfahrungen, um sich besser zu orientieren. Ich gehöre noch zur Generation, die sich alles selbst beibringen musste und eher wenig Anleitungen und Trainingspartner zur Verfügung hatte. Heute kann ich für meinen Teil sagen: Ich bin froh, das ich damals ins kalte Wasser geworfen wurde und nicht alles vorgekaut wurde.

Status Quo

Viele Traceure und Freerunner da draussen tendieren dazu – sobald Sie keine supertollen Spots zur Hand haben – nicht zu trainieren oder die kleinen Spots entsprechend wenig zu würdigen. Bei vielen ist mir aber besonders aufgefallen, dass oft einfach die Ideen nicht vorhanden sind, wie man sein Training auch mit wenigen Möglichkeiten besser und kreativer gestalten kann. So wie viele heute von den Fitnessstudios zu mehr BWE lastigen Übungen (Body-Weight-Exercises, zu dt.: Körpergewichtsübungen) wechseln – was sich u.a. in sich rasant entwickelnden Trainingsarten- und Gruppen wie Calisthenics, Freelethics, Barista etc. erklärt – so kann und sollte man in Parkour ebenfalls ein Gespürr dafür entwicklen, welche Möglichkeiten es gibt, um dies auf Parkour- und Freerunning zu übertragen und im Training etwas umzugestalten bzw. hinzuzufügen.

Ich möchte mit dem Artikel gerne einen Einblick darüber geben, wie ich trainiere, wie ich mir Spots optimiere, mehr Spaß am Training habe, was mich motiviert und besonders, wie ich mit Verletzungen umgehe und umgegangen bin – und wie sich das in meinem Training und meiner Denkensweise wiedergespiegelt hat. Mir ist es wichtig, auch zu betonen, dass dieser Artikel meine Meinung darstellt, die ich mich über viele Jahre gebildet habe. Ich bin weder Sportmediziner, noch Psychologe und kann daher natürlich grundsätzlich nur darauf hinweisen, dass ich hier nur Anregungen geben.

Wie kann ich mein Training gestalten?

An Tagen, an denen ich nicht über die optimalen Möglichkeiten – sei es durch Spot-Distanz, Wetter oder Verfassung – verfüge, um mein Training auf Runs, Kombinationen oder dem Drillen der Basisbewegungen zu focusieren, nutze ich die Zeit, um kleine Dinge auszubauen oder mich Spezialtraining zu widmen. Natürlich kombiniere ich auch unter optimalen Bedingungen Methodiken – oder trainiere Sie ausschließlich.